Salamanderland 

Ambystoma opacum (Gravenhost, 1807)

Marmorsalamander
Marbled Salamander

 

Jungtier

 

Erstbeschreibung:
Gravenhorst, J. L. C. (1807): Vergleichende Uebersicht des Linneischen und einiger neuern zoologischen Systeme nebst dem eingeschatteten Verzeichnisse der zoologischen Sammlung des Verfassers und den Beschreibungen neuer Thierarten, die in derselben vorhanden sind. Göttingen, XX, 476 pp.

 

Diagnosis:

Der Marmorsalamander ist ein mittelgroßer, plumper Vertreter der Landsalamander. Auf schwarzer Grundfarbe weist er eine Vielzahl weißer, grauer oder silbergrauer Flecken und Bänder auf. Die Bänderung der Männchen ist charakteristisch heller, als die der Weibchen. Die Bauchseite ist rein schwarz gefärbt. Die durchschnittlich erreichten Größen der Tiere reichen von 77 bis 127 mm. Jungtiere bilden bereits wenige Wochen nach der Metamorphose ihr typisches Bändermuster aus.

 

Differentialdiagnosis:

Die silberfarbige Bänderung unterscheidet die Art sicher von anderen Vertretern der Querzahnmolche.

 

Status der Unterarten:

Wenngleich die Farbverteilung der Art sehr variabel ist und immer wieder versucht wurde, eine subspezifische Gliederung durchzuführen, ist die Art weiterhin als systematische Einheit zu betrachten. Es sind keine Unterarten valid.

 

Verbreitung:

Terra typica: Neuyork in Nordamerika.
Vom südlichen New England bis in den Norden Floridas. Westwärts bis an den Rand der Prärien von Oklahoma und Texas.

 

Habitat/Ökologie:

Der Marmorsalamander bewohnt in erster Linie die lichten Wälder seiner Heimat, kommt aber auch auf Viehweiden vor. Er lebt in unterschiedlichen Höhenstufen. A. opacum ist an deutlich trockenere Umgebungen angepasst als die übrigen Arten der Gattung. Tagsüber verstecken sich die Tiere vor allem unter Totholz, im Laubstreu und in unterschiedlichen Erdlöchern. Nachts, vor allem bei Regen sind die Tiere außerhalb der Verstecke aktiv.

 

Nahrung:

Der Marmorsalamander ernährt sich von unterschiedlichen Wirbellosen.

 

Fortpflanzung:

Mit Einsetzen der Herbstregen beginnt im Oktober die Fortpflanzungssaison. Nach der Paarung legt das Weibchen in eine der Höhlen, die auch als Unterschlupf genutzt werden, seine Eier an Land ab und betreut sie geraume Zeit weiter. Vermutlich dient das weibliche Hautsekret dazu, Infektionen vom Laich fernzuhalten. Durch die Wahl der Ablageplätze in ausgetrockneten Tümpeln oder an den Rändern von solchen und die anhaltenden Regenfälle wird das Land allmählich unter Wasser gesetzt und schließlich schlüpfen die Larven nach 30-40 Tagen und gelangen in die sie nun umgebenden flachen Gewässer, wo sie heranwachsen.

 

Haltung im Terrarium:

Ein klassisches Waldsalamanderterrarium ist eine gute Möglichkeit, die Tiere unterzubringen. Es ist kein Wasserbecken nötig. Auf Grund der vergleichsweise ähnlichen Wetterverhältnisse in seiner Heimat, eignet sich A. opacum in Mitteleuropa auch zur Freilandhaltung. Für eine größere Anzahl von Unterschlupfen ist zu sorgen. Die Tiere graben auch im Bodengrund und schaffen sich auf diese Weise selbst Höhlungen. Das übliche Spektrum von Futtertieren wird akzeptiert.

 

Fortpflanzung im Terrarium:

Für die Fortpflanzung im Terrarium müssen die Verhältnisse des Freilands möglichst umfassend nachgestellt werden. Den größten Erfolg verspricht das Anbieten eines Freilandterrariums, das dem Regen ausgesetzt ist und somit den natürlichen Reizfaktor mit einbezieht. Nachzuchten der Art sind selten.

 

Entwicklung im Terrarium:

Sobald die Larven schlupfreif sind, sollte der Laich in flache Wasserschalen überführt werden. Die Schlüpflinge messen um 18 mm Länge und sind mit dem üblichen lebenden Futter gut zu ernähren. Nach etwa 4 Monaten bei einer Länge von etwa 60 mm setzt die Metamorphose ein. Die Jungsalamander sind in weiterer Folge wie die Erwachsenen unterzubringen. Im Alter von 2-3 Jahren sind sie geschlechtsreif.

     

 


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