Salamanderland
![]()
Östlicher Tigersalamander
Eastern Tiger Salamander
![]() |
![]() |
| Männchen | Weibchen |
Erstbeschreibung:
Green, (1825): J. Acad.
Nat. Sci. Philadelphia, 5:116.
Diagnosis:
Der Tigersalamander ist einer der größten landlebenden Salamander und erreicht mehr als 30 Zentimeter Körperlänge. Seine Färbung ist je nach Population sehr variabel: Die Grundfarbe reicht von braun bis schwarz. Stets trägt er darauf eine Arabesken hafte Zeichnung aus helleren braunen, grünlichen oder beigen Tönen. Er besitzt einen großen Kopf mit stark hervorquellenden kleinen Augen, A. tigrinum ist nahe mit A. mexicanum, dem Axolotl verwandt und kann, wie dieses neoten sein. Seine neotenen Formen wachsen zu Riesenexemplaren mit knapp 40 cm heran.
Differentialdiagnosis:
Es ist überaus schwierig, die einzelnen Ambystoma-Arten auseinander zu halten. Hinzu kommt, dass sie unter einander kreuzbar sind und sich entsprechende Intermediärformen auch in freier Natur finden. Der landesweite Versand von "Waterdogs" in den USA trägt massiv zu einer unkontrollierten Vermischung der Arten bei. (Als "Waterdogs" werden fälschlich die Larven von A. tigrinum bezeichnet, die in großen Stückzahlen gesammelt und als lebende Fischköder verkauft werden. Diese Köder reißen sich oft genug von ihrem Haken los und gelangen auf diese Weise in andere Gewässer)
Status der Unterarten:
Die vormalige Subspecies A. tigrinum tigrinum wurde
jüngst zur Art A. tigrinum, dem Östlichen Tigersalamander, erhoben. Die
ehemalige Unterart A. tigrinum mavortium wurde ebenfalls zur Art
(Westlicher Tigersalamander) und beinhaltet die folgenden Unterarten:
A. mav. marvortium
A. mav. diaboli
A. mav. melanostictum
A. mav. nebulosum
A. mav. stebbinsi
Verbreitung:
A. tigrinum kommt in weiten Gebieten Nordamerikas vor. Stellenweise auch häufig. Die Verbreitung reicht von Nordmexiko bis Süd-Kanada. In den Gebirgen der Appalachen und Rocky Mountains fehlt er, in der Sierra Nevada besiedelt er ein Isolat.
Habitat/Ökologie:
Der Tigersalamander lebt sowohl in den Flachländern, als auch im Hochgebirge bis 3300 m. Als Lebensraum nutzt er Wiesen, Brach- und Buschland sowie schattige Wälder (auch Kiefernbestände). Vor allem lebt er an sumpfigen oder zumindest sehr feuchten Stellen, insbesondere im Quellbereich von Gewässern. Hier hält er sich vorzugsweise unter der Oberfläche auf. Er gräbt im weichen Boden selbst Höhlen und Gänge, nutzt aber auch Bauten anderer Kleintiere.
Nahrung:
Der Tigersalamander ernährt sich von Würmern und Insekten, nimmt aber durchaus auch kleine Mäuse und andere Schwanzlurche und Frösche.
Fortpflanzung:
Durch das riesige Verbreitungsgebiet der Art sind die Angaben über die Fortpflanzungperiode entsprechend variabel. Vom März bis tief in den Sommer pflanzen sich die Tiere je nach regionalen Bedingungen fort. Der Paarung voraus gehen heftige Regenfälle, die entsprechende Gewässer (Wiesentümpel) entstehen lassen. Aber auch andere, fischfreie Kleingewässer werden genutzt. Drei Tage nach der Paarung kleben die Weibchen bis zu 1400 Eier in Klumpen an Pflanzen. Die große Anzahl der Larven reduziert sich schon allein deshalb, weil diese stark kannibalisch sind.
Das maximale Lebensalter im Feiland beträgt 25 Jahre.
Haltung im Terrarium:
Für die großen, massigen Tiere sollten großvolumige Behälter angeboten werden. Da Tigersalamander gerne und viel graben, sollte die Einrichtung aus recht hoch aufgeschichtetem Material bestehen, das leicht durchwühlt werden kann. Sie bevorzugen ein stark feuchtes Milieu. Es sollten aber auch etwas trockenere Plätze angeboten werden. Falls ein Wasserbecken vorhanden ist, muss dessen Ufer so gestaltet sein, dass die kräftigen Tiere nicht ständig große Teile der übrigen Einrichtung in das Wasser transportieren können und es so belasten.
Fortpflanzung im Terrarium:
Eine Fortpflanzung im Terrarium kommt wohl nur in sehr großen Behältern vor. Grundsätzlich sind in menschlicher Obhut Nachzuchterfolge des weit verbreiteten Tieres sehr selten. Den größten Erfolg verspricht das Anbieten eines Freilandterrariums, das dem Regen ausgesetzt ist und somit den natürlichen Reizfaktor mit einbezieht.
Entwicklung im Terrarium:
Die große Anzahl der Larven bedingt entsprechend Aufzuchtbehälter in größerer Anzahl, da die Larven ständig nach Körperlänge sortiert werden müssen, weil minimal größere Tiere die kleineren Geschwister beschädigen und fressen. Die Aufzucht selbst ähnelt der von anderen Schwanzlurchlarven.
| Start |
|
all content copyright © Salamanderland |
|
zurück zur Artenliste |