Salamanderland
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| Männchen | Paarung | Entwicklung |
Erstbeschreibung:
Dugès,
A. (1852): Recherches zoologiques sur les Urodelès de France. Annales des
Sciences Naturelles París Zoologie 3 : 253-272.
Diagnosis:
Ein kleiner Molch mit einer maximalen Gesamtlänge zwischen 10 und 16 cm. Der
Rücken ist braun, graubraun bis schwarz. Der Bauch zumeist orange. Jungtiere und
teilweise auch Adulti zeigen eine gelbe Rückenlinie. Die Haut weist zahlreiche
große Warzen auf. Der Geschlechtdimorphismus ist gering ausgeprägt. Die Männchen
besitzen den größeren Kopf und zeigen eine halbkugelige Kloake, die der Weibchen ist in der Paarungszeit eher
konisch geformt. Charakteristisch ist für die Gattung das Vorhandensein
einer Kehlfalte.
Differentialdiagnosis:
Zu Calotriton arnoldi:
Dieser weist eine uniform schokoladenbraune Grundfärbung auf.
Zu
Euproctus platycephalus: Dieser ist
erheblich schlanker und hat einen flachen Kopf. Seine Körperfärbung weist
grünliche Farbelemente auf. Die Haut ist nur schwach warzig. Besitzt eine
hakenförmige Kloake. Hat keine Kehlfalte.
Zu Euproctus montanus: Dieser besitzt einen Unterschenkelsporn
aber keine Kehlfalte. Die Haut ist glatter als bei C. asper.
Status der Unterarten:
Es sind zur Zeit von
Calotriton asper keine Unterarten beschrieben.
Die ursprünglich beschriebene Unterart Euproctus asper
castelmouliensis gilt nicht als valid.
Carranza & Wade haben
allerdings 2005 eine zweite Art der Gattung beschrieben: Calotriton arnoldi
aus dem El Montseny Massiv südöstlich der Pyrenäenhauptkette.
(mehr Systematik)
Habitat/Ökologie:
Die Art ist an die
Fliessgewässer der Pyrenäenkette gebunden. Dort bewohnt sie verhältnismäßig rasch
fließende, kühle und beschattete Bäche und deren unmittelbare Umgebung in Höhen
zwischen 600 und 2500 m. Dieser Molch hält sich vorzugsweise an den Rändern
in schwacher Strömung auf. In tiefen Lagen verlässt er in der warmen Jahreszeit
die Wohngewässer, sobald diese eine Temperatur von 17°C überschreiten. Er hält sich
dann in der Bodenschicht nahe dem Gewässer auf und kehrt im September in den
Bach zurück, um sich gegen November zur Winterruhe zurück zu ziehen. Die Tiere
wandern im März wieder in das Wasser ein. Über 2000 m verbringen die
Salamander
die Zeit von Mai bis September in der Regel durchgehend im Gewässer. Es gibt
Populationen, die vollaquatisch leben. Auch Höhlen bewohnende Gruppen sind
bekannt. Die Tiere ernähren sich von Wirbellosen ihrer Umgebung ohne bestimmte
Präferenzen.
Das maximal erreichbare Alter
im Freiland dürfte bei 20 Jahren liegen. Die Geschlechtsreife tritt je nach
Höhenlage im 2. bis zum 4.
Lebensjahr ein.
Fortpflanzung:
Die auffällige Paarung kann das
ganze Jahr über statt finden, ist aber besonders häufig im Herbst zu beobachten.
Dabei umschlingt das Männchen die Partnerin mit dem Schwanz und bringt die
Kloaken in Kontakt um den Spermatophor direkt zu übertragen.
Unabhängig vom Zeitpunkt der
Paarung, beginnen die Weibchen im Mai mit der Eiablage. Der Laich wird in
kleinen Gelegen von bis zu 20 Stück an Steine und in Ritzen geklebt. Die Eier
sind, ihrer Anpassung an saubere Fließgewässer entsprechend, empfindlich gegen
Verschmutzung und Verpilzung.
Die Larven schlüpfen mit einer
Länge von 10-13 mm und beginnen 10 Tage danach mit der Nahrungsaufnahme. Die
ersten Beutetiere sind Kleincrustaceen. 3-4 Monate später beginnt die
Metamorphose. Einzelne Larven bleiben aber auch zunächst ein ganzes Jahr im
Wasser, um erst dann an Land zu gehen.
Haltung:
Für die erfolgreiche Haltung
der Art sind verhältnismäßig niedrige Dauertemperaturen zwischen 15-17°C im
Wasser nötig.
Nur im Sommer, während des Landaufenthalts können zeitweise auch 22°C erreicht
werden. Da sich die Tiere entweder im Wasser oder in dessen unmittelbarer Nähe
aufhalten, ist das am besten geeignete Becken ein Aquaterrarium in dem die
Salamander ihren
Aufenthaltsort selbst wählen können. Das Wasser muss sorgfältig gefiltert,
häufig erneuert und in Strömung gehalten werden. Die Tiere nehme alle gängigen
Futterorganismen an. Allerdings in relativ geringer Menge.
Fortpflanzung im Terrarium:
Nach den häufig zu beobachtenden Paarungen beginnen die Weibchen Ende Mai/Anfang
Juni mit der Eiablage, die sich über mehrere Wochen zieht. Der Laich wird
einzeln in enge Spalten abgelegt. Nicht immer in das Wasser sondern auch häufig
in das nasse Ufersubstrat etwa in der Höhe des Wasserspiegels. Nach einer
2-wöchigen Embryonalentwicklung schlüpfen sehr unreife Larven, die sich erst im
Lauf der ersten Tage pigmentieren und nach etwa 10 Tagen den Dottersack
aufgezehrt haben. Die Larven sind in dieser Phase empfindlich und es treten hohe
Verluste auf, deren Ursache ungeklärt ist. Sobald allerdings Futter (Artemia)
angenommen wird, stabilisieren sich die Tiere und wachsen bei
durchschnittlich 18-19°C im Laufe der nächsten 6 Monate auf circa 60-70 mm
heran. Schließlich kommt es zur Metamorphose in der die Jungtiere heftig aus dem
Wasser streben und in Kürze eine samtige, trockene Haut entwickeln. Sie sind nun
im nur mäßig feuchten Terrarium weiter zu pflegen.
Das durchschnittliche Metamorphosegewicht von C. asper im
Salamanderland beträgt: 0,901g.
Molchregister:
Die Gattungen
Calotriton und
Euproctus
werden vom Molchregister der AG-Urodela der DGHT monitorisiert. Durch ihren
strengen Schutzstatus in Europa sollen auf diese Weise legale
Terrarienpopulationen erhalten werden, da die Beschaffung von Tieren aus den
Habitat nahezu unmöglich geworden ist. Pate der Artengruppe ist Francois Maillet
(Frankreich), der auch unsere Eltertiere im
Salamanderland ursprünglich nachgezogen und zur Verfügung
gestellt hat.
Literatur:
zusammengestellt mit freundlicher Unterstützung von F. Maillet.
Alcher, M.
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Thorn, R. &
J. Raffaelli
(2000): Les SALAMANDRES de l’ancien
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