Salamanderland 

Hynobius dunni (Tago, 1931)

Oita Salamander

Männchen

Weibchen

Entwicklung

Erstbeschreibung:
Tago (1931): Imori to Sanshio-uo: 114.

Verbreitung:
Terra typica: Tanishimura, Nishitama County, Tokyo Prefecture
.
Japanische Inseln: Kyushu (Kouchi-ken), Shikoku: (Ohita-ken, Miyazaki-ken, Kumamoto-ken) 

Habitat / Ökologie:
Lebt in Sekundärwäldern und Bambushainen in flachen Tiefländer der Inseln in stehenden Gewässern unterschiedlicher Größe. Vor allem aber in Tümpeln und kleinen Weihern. Der Wasserkörper dieser Habitate ist reich strukturiert. Z.B. durch hineingefallene Zweige u.ä. Nach der Fortpflanzung im zeitigen Frühjahr suchen die Tiere das Land auf. Dort verschwinden sie in unterschiedlichsten Strukturen und sind kaum jemals außerhalb ihrer Verstecke anzutreffen. 

Haltung:
Entsprechend ihrer deutlich biphasischen Lebensweise benötigen die Tiere im zeitigen Frühjahr ein Aquarium, das stark strukturiert sein soll. Insbesondere das Einbringen von diversen Ästen und dergleichen ist für die Paarung und das Aufhängen der Eisäcke wichtig. Die Wassertemperatur sollte hierbei möglichst niedrig, auf jeden Fall unter 18°C gehalten werden. Wenn die Tiere nach der Eiablage an Land drängen, brauchen sie ein Becken, dass insgesamt recht feucht gehalten werden sollte. Reichliche Versteckmöglichkeiten müssen geboten werden, da die Molche praktisch ihr gesamtes Landleben in den Verstecken verbringen. An Futter akzeptieren sie alles, was sie überwältigen können. Im allgemeinen sind sie gierige Fresser. Im November sollte man die Tiere in die Überwinterung bei etwa 4°C überführen, wo sie bis Ende Januar verbleiben. 

Fortpflanzung:
Meist schon im Winterquartier entwickeln insbesondere die Männchen sehr hohe Schwanzscheiden, aufgetriebene Kloaken und gelbe Kehlen. Aus dem sonst eher runden Schwanz entsteht ein breites Paddel. Zunächst werden die Männchen in das Aquarium eingesetzt und bald besetzen diese günstige Stellen an den eingebrachten Zweigen und Ästen. Flache Becken mit vielerlei Strukturen begünstigen dieses Verhalten, da sich die Männchen dann kaum gegenseitig stören und die Wahl haben zwischen verschiedenen brauchbaren Stellen. Sobald die Weibchen nach etwa einer Woche dazu gesetzt werden, versuchen die Männchen auf sich aufmerksam zu machen und die Weibchen zu ihren „Ansitzen“ zu locken. Dort heftet nach erfolgreicher Balz das Weibchen einen großen Gallersack an den Zweig, dessen Inhalt anschließend vom Männchen durch kneten und umklammern befruchtet wird. Um die Entwicklung besser kontrollieren zu können, ist es günstig, die abgelegten Eisäcke danach in ein eigenes Becken zu überführen. Sind die Eier befruchtet worden, entwickeln sich in jedem Eisack bis zu 200 Embryonen, die nach 2-3 Wochen schlüpfen. Ihre Aufzucht entspricht weitgehend der von Triturus Larven. Es kommt häufig vor, dass nur Teile eines Eisacks befruchtet wurden. Die unbefruchteten Eier sterben ab und verpilzen rasch. Dadurch gefährden sie die sich entwickelnden Embryonen. Es ist in solchem Fall günstig, den unbefruchteten Anteil zu entfernen und ein pilzhemmendes Mittel (z.B.: Merthylenblau) einzusetzen. Das Aufschneiden des Eisacks stört die lebensfähigen Anteile nicht.

Zusatzinformationen:
Hynobius dunni
weist, wie sämtliche Hynobiiden, eine starke Schleimbildung an der Oberhaut auf. Dadurch sind die Tiere extrem glitschig und nur schwierig zu fangen und zu halten. Es ist daher günstig, auch beim Fangen an Land ein Netz zu verwenden und dieses zu verschließen, um Verletzungen durch eine zu heftig zupackende Hand zu vermeiden. Darüber hinaus erscheint es ratsam, nach dem Hantieren mit den Tieren, die Hände gründlich zu waschen, da der anhaftende Schleim unter Umständen andere, danach angefasste Tiere schädigen kann. 

Molchregister:
Da die Art in ihrer Heimat durch landwirtschaftlich bedingten Lebensraumverlust im Bestand dramatisch zurück gegangen ist, wurde sie auf die Rote Liste der bedrohten japanischen Tiere gesetzt. Aus diesem Grund wird H. dunni durch das Molchregister monitorisiert. Pate der Art ist Henk Wallays (Belgien) der, ausgehend von einer Gruppe von 10 Jungtieren, die Art über Jahre so erfolgreich vermehrt hat, dass sie nun bei vielen Liebhabern vertreten ist. Auch die Tiere im Salamanderland stammen aus der Zucht von Henk.


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