Salamanderland 

Paramesotriton caudopunctatus (Liu & Hu, 1973)

Schwanzfleck Warzenmolch
Spot-tailed Warty Newt

Jungtier

Erstbeschreibung:
Liu & Hu in Hu, Zhao & Liu.(1973):
Acta Zool. Sinica, 19: 160.

Diagnosis:
P. caudopunctatus ist ein großwüchsiger Salamander, der eine Gesamtlänge von bis zu 18 cm. Die Färbung ist ein in vielen Schattierungen wechselndes Braun. Der orangefarbige Rückenstreifen der Jungtiere bleibt oft auch bei den Adulten bestehen. Zwei dorsolaterale dunkle Streifen befinden sich auf dem Rücken. Eine dorsale und zwei laterale Drüsenleisten sind deutlich ausgebildet. Die Bauchfärbung ist ein Fleckenmuster aus gelb, orange und dunkelbraun. Namens gebend ist die charakteristische Fleckung des Schwanzes beim Männchen, deren Intensität sich in der Fortpflanzungszeit verstärkt. Auch die Weibchen zeigen eine Schwanzfleckung, die allerdings weniger kontrastreich audfällt. 

Differentialdignosis:
In der mittlerweile 7 Arten umfassenden Gattung Paramesotriton zeichnet sich P. caudopunctatus durch zwei Charakteristika aus, die allen anderen Arten völlig fehlen: Der schnauzenartig verlängerte Kopf und die Fleckung auf den Schwanzseiten. Beide Merkmale sind bei Männchen und Weibchen deutlich ausgebildet und macht Verwechslungen mit anderen Arten der Gattung unwahrscheinlich.

Unterarten:
Von P. caudopunctatus sind bislang keine Unterarten beschrieben

Verbreitung:
Terra typica:
Fang-xiang, Lei-shan Hsien, Kweichow auf 1158 m, China.
Die Art kommt vor im Südosten der Privinz Chongqing, im Südwesten von Hunan, in Ostguizhou und Fuchuan, sowie im Osten von Guangxi in Zentralchina.

Habitat / Ökologie:
Die Art ist in ihrem Habitat
verhältnismäßig häufig. Sie lebt in Höhen von 500 bis 1800 m. Dort bewohnt sie vorzugsweise Bäche unterschiedlicher Größe und besiedelt auch stehende Gewässer. Zuweilen sind die Tiere, insbesondere Jugendstadien auch an Land in den umgebenden Wäldern anzutreffen.

Nahrung:
Sie besteht aus verschiedenen Insekten, Regenwürmern und Spinnen.

Haltung im Terrarium:
Tyl. caudopunctatus ist fast permanent aquatil, sollte daher in einem Aquarium gepflegt werden. Im allgemeinen reicht zusätzlich ein kleiner Rastplatz über dem Wasserspiegel, der allerdings kaum aufgesucht wird. Als Fließwasserbewohner stellt die Art hohe Ansprüche an Sauerstoffgehalt und Hygiene des Wassers. Die Jungendstadien bevorzugen allerdings verhältnismäßig trockene Verstecke an Land.
Vorsicht ist geboten wegen des hohen Aggressionspotentials zwischen den einzelnen Individuen. Die Art ist als die aggressivste der Gattung bekannt. Sowohl Männchen untereinander, als auch Weibchen untereinander können sich bekämpfen. Ebenso sind Auseinandersetzungen zwischen den Geschlechtern beobachtet worden. Diese Kämpfe führen zu Beschädigungen. Die Tiere müssen daher in der Regel weitgehend voneinander getrennt untergebracht werden.  

Fortpflanzung:
Die Paarung und der gesamte Fortpflanzungszyklus findet im Wasser statt. Die Männchen sind territorial und verteidigen ihre Revier heftig gegen Eindringlinge der eigenen Art. Nach der Eiablage beziehen die Weibchen Posten ganz in der Nähe des Laichs und verteidigen diesen. Ob die Hautausscheidungen der Weibchen positiven Einfluss auf die Laichentwicklung haben, ist wahrscheinlich, bedarf aber noch eingehender Untersuchungen.


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