Salamanderland
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Chinesischer
Warzenmolch
Chinese Warty Newt
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Männchen |
Weibchen |
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| Entwicklung | Jungtier |
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| Farbmorphe | |
Erstbeschreibung:
Gray,
J. E. (1859): Proc. Zool. Soc. London, 1859: 229.
Diagnosis:
Ein kräftiger, massiger Molch mit einer Gesamtlänge bis 15 cm. Die Grundfarbe von Kopf und
Rumpf ist variabel und reicht von olivgrau, grauschwarz bis dunkelbraun. Der Bauch ist schwarz und weist einige
kleine
orangefarbene Flecken auf. Die untere Schwanzkante ist ebenfalls orange
gefärbt. Der Kehlbereich hat eine ähnliche Färbung wie der Bauch. Die orange
Fleckung reicht in keinem Fall bis an die Vorderkante des Unterkiefers, dieser
ist stets schwarz. Die Unterseiten der
Extremitäten sind dunkelgrau gefärbt.
Horizontal durch das Auge verläuft in der Regel eine breite schwarze Querbinde,
senkrecht eine ebenso schwarze Markierung. Die Iris ist
meist bräunlich. Die Rücken- und Lateralleisten sind nur schwach ausgebildet,
ebenso die Parotiden. Die Hautstruktur ist sehr grob warzig. Das Männchen
weist in der Paarungstracht einen silberweißen Streifen an den Schwanzseiten
auf. Es ist insgesamt deutlich schlanker als das Weibchen.
Differentialdiagnosis:
zu P. hongkongensis: Dieser ist kleiner und deutlich zarter.
Er weist zumeist an der Rückenleiste und den Lateralleisten eine
orangerötliche Färbung einzelner Tuberkel auf. P. hongkongensis wirkt
insgesamt heller, da sich ein gelber Farbanteil teils bis in die Oberseite der
Extremitäten erstreckt. Die horizontale Binde durch das Auge ist deutlich
breiter.
zu
P. fuzhongensis: Dieser ist in der Grundfärbung dunkelbraun. Die Haut ist
nur mäßig warzig, die Rücken- und Lateralleisten sind
deutlich ausgeprägt. Die horizontale Augenbinde ist schmal, die Iris
goldfarben.
zu
P. laoensis: Dieser ist durch seine deutliche gelbe
Rückenzeichnung leicht zu identifizieren.
zu P. spec.: Diese, wahrscheinlich noch unbeschriebene Art, zeichnet
sich vor allem durch ihre rostrote Zeichnung am gesamten Körper aus. Ihr Bauch
weist eine rostrote flächige Färbung mit braunen Flecken auf.
Status der Unterarten:
Es sind von P. chinensis keine Unterarten beschrieben. Eine graue bzw.
braune Form lässt sich aber gut unterscheiden.
Verbreitung:
Terra typica: Nigpo Shi,
Zhejiang.
Provinzen Tchekiang und Nganhouei, Südchina.
Habitat/Ökologie:
P. chinensis ist ein Fließwasserbewohner des Hügellandes und der
Hochebenen. Die
Habitatbäche sind relativ kühl (17-19°C). Die Tiere entfernen sich
wahrscheinlich nur wenig vom Wohngewässer und halten sich dann überwiegend unter
Steinen auf. Immer wieder werden im Terrarium aggressive Handlungen zwischen
Einzelexemplaren beobachtet, was auf eine territorialer Lebensweise hindeutet.
Die Art wurde bisher ökologisch kaum untersucht.
Nahrung:
Die Art kann
problemlos mit den gängigen Futterorganismen ernährt werden. Insbesondere
Regenwürmer und Fischstücke nehmen sie im Wasser gerne an. Über ihre natürliche Nahrung ist zur
Zeit nichts bekannt.
Fortpflanzung:
Es gibt keine Beobachtungen der Fortpflanzung im Habitat.
Haltung im Terrarium:
Auf Grund der minimalen Kenntnisse über die natürlichen Umweltbedingungen, kann
nur versucht werden, die Verhältnisse eines subtropischen Bergbachs zu
rekonstruieren. Die Tiere dürften kaum das Wasser verlassen. Deshalb erscheint
ein Aquarium angebracht, dessen Strukturen teilweise über die Wasseroberfläche
reichen. Sauberkeit und Sauerstoffreichtum ist wichtig. Das setzt entsprechende
Filterung und Strömung voraus. Entsprechende Steinaufbauten als
Klettermöglichkeit und Unterschlupf sind nötig.
Die Art kann territorial sein und dies führt zu Beschädigungskämpfen
untereinander die bis zum Tod des Unterlegenen führen. Aggressive Tiere sind
deshalb von einander zu trennen.
Unsere Tiere erhielten wir durch freundliche Vermittlung von Herrn A. A. Schmidt.
Fortpflanzung im
Terrarium:
Die Tiere im
Salamanderland
vermehren sich in diesem Jahr erstmals. Über die hoffentlich erfolgreiche Aufzucht werden wir
berichten.
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