Salamanderland 

Pleurodeles waltl (Michahelles, 1830)

Spanischer Rippenmolch
Ribbed Newt

Männchen in Wassertracht

Männchen in Landtracht

Entwicklung

Weibchen in Wassertracht

Erstbeschreibung:
Michahelles K. (1830): Neue südeuropäische Amphibien. Isis, 23: 190-195, 806-809.

Verbreitung:
Pyrenäen-Halbinsel (Spanien, Portugal), Nordafrika (Nordwesten Marokkos). (Die marokkanischen Tiere stellen höchstwahrscheinlich keine autochtonen Populationen dar, sondern sind anthropogenen Ursprungs.) 

Habitat / Ökologie:
Zur Fortpflanzungszeit, die je nach Höhenlage sehr unterschiedlich sein kann, suchen die Tiere unterschiedlichste Gewässer auf. Selbst in leicht salzhaltigen oder in sauer reagierenden Tümpeln sind sie anzutreffen. Die Sommerruhe (in höheren kühlen Lagen auch Winterruhe) an Land verbringen sie in Spalten, unter Steinen oder auch in Kellern und Stollen. Es existieren einzelne Populationen in Brunnen, die permanent im Wasser leben.

Status der Unterarten:
Zur Zeit sind keine Unterarten beschrieben. Möglicherweise wird sich das aber bald ändern. Es scheint, dass die einzelnen spanischen Populationen genetisch verhältnismäßig gut von einander isolierbar sind.
(mehr Systematik)

Haltung:
Rippenmolche gehören zu den Schwanzlurcharten, die verhältnismäßig geringe Ansprüche an die Ausstattung ihrer Becken stellen. Sowohl an Land, wie auch permanent im Wasser sind sie gut haltbar. Die Wassertemperatur sollte 22°C nicht übersteigen. An Land überdauern die Tiere deutlich höhere Werte, kurzfristig bis 26°C, ohne Schaden. Diese Art nimmt auch bereitwillig Frostfutter und Fischpellets (im Wasser!) als Nahrung an, wobei zu bemerken ist, dass sie sich natürlicherweise hauptsächlich von Würmern und diversen Insekten ernährt. Rippenmolche sind gierige Fresser und verfetten bei zu reichlichem und permanentem Angebot rasch. Geschlechtsreif werden die Tiere schon im Alter von 1 ½ Jahren. Die Lebenserwartung liegt bei 12 Jahren.  

Fortpflanzung:
Südliche Populationen sind ausgesprochene Winterlaicher. Im Aquarium ist praktisch das ganze Jahr über mit der Möglichkeit der Vermehrung zu rechnen. Um die Tiere in Fortpflanzungsstimmung zu bringen, ist ein kühle Phase bei 8°C günstig. Oftmals erfolgt aber das Ablaichen auch spontan. Die Larven sind mit Lebendfutter geeigneter Größe problemlos in großer Zahl aufzuziehen. Drei Monate nach dem Schlupf metamorphosieren die Larven und können anschließend weiter im Wasser aufgezogen werden. 

Zusatzinformationen:
Die Terrarienpopulationen sind ähnlich dem Axolotl bereits weitgehend domestiziert in dem Sinn, dass sie die Bindung an einen natürlichen Jahresrhythmus verloren haben. Sie eignen sich deshalb gut für eine dauernde Wasserhaltung, wenngleich die Tiere auch hierbei nachts gerne das Wasser verlassen. 


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