Salamanderland 

Salamandra salamandra alfredschmidti (Köhler & Steinfartz, 2006)

Tendi Salamander

Männchen

Weibchen

Jungtier

Erstbeschreibung:
Köhler, G. & S. Steinfartz (2006): A new subspecies of the fire salamander, Salamandra salamandra (Linnaeus, 1758) from the Tendi valley, Asturias, Spain. Salamandra, Rheinbach, 42(1): 13-20.

Verbreitung:
Terra typica:
Tendi- und Marea-Tal, Asturien, Spanien. Das Verbreitungsgebiet ist wahrscheinlich auf ein kleines Areal um die Terra typica auf einer Höhe von 300 bis 900 m beschränkt.

Diagnosis
Ein relativ kleiner, maximal 15 cm, meist aber nur 9-12 cm Gesamtlänge messender Salamander. Der Anteil an schwarzer Grundfarbe ist vielfach stark zurückgedrängt. Das Schwarz ist matt und tendiert zum Grau. Der Gelbanteil ist nie rein, sondern variiert zwischen graugelb, braun, grau, orange oder olivgrün. S. s. alfredschmidt ist überaus variabel in der Färbung.

Differentialdiagnosis:
Unterscheidet sich sowohl in genetischer Hinsicht, durch ihre deutlich geringere Größe, als auch durch ihre absonderliche Färbungsvielfalt von der nächstgelegenen Unterart S.s.fastuosa leicht erkennbar.

Status der Unterarten:
siehe S. s. salamandra

(mehr Systematik)

Habitat / Ökologie:
Diese Unterart lebt tagsüber meist in unzugänglichen, tief im Boden liegenden Verstecken. Bei nächtlichen Regen kommen die Salamander oftmals zu hunderten an die Oberfläche und geben eine Vorstellung von ihrer tatsächlichen Abundanz. Die Art lebt zum Teil unabhängig von offenem Wasser und ist häufig vollmolchgebärend. Es können aber auch Larven in Gewässer abgesetzt werden.

Haltung:
Der Tendi Salamander kann etwas wärmer als sein mitteleuropäischer Verwandter gehalten werden (bis 24°C) und er benötigt keine Winterruhe. Ansonsten unterscheidet sich seine Pflege kaum von der von S. s. salamandra.

Fortpflanzung:
Der Tendi Salamander kann, wie auch S. s. berardezi, fakulatativ vollkommen metamorphosierte Jungtiere absetzen. Parallel dazu werden aber auch Larven, wie bei S. s. salamandra produziert. Im Salamanderland wurden bisher nur voll entwickelte Jungtiere geboren.

Molchregister:
Die Art wird im Molchregister der AG-Urodela der DGHT monitorisiert. Ziel dabei ist es unter anderem, diverse Lokalpopulationen in den Terrarien zu erhalten. Pate der Art ist Michael Schantz (Deutschland).


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