Salamanderland
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Erstbeschreibung:
Wolterstorff W. (1928):
Vollmolch-gebärende Feuersalamander aus Oviedo. Bl. Aquar. Terrar., 34: 132-133.
Verbreitung:
Terra typica: Stadtgebiet von Oviedo, Asturien, Spanien.
Lange Zeit hielt man
ihn für eine reine Stadtform, inzwischen sind aber auch Populationen im Umland
entdeckt worden. Deren unterartliche Zugehörigkeit ist allerdings umstritten (S.
s. fastuosa?)
Diagnosis
Ein großer (ca. 16 cm) Land lebender Salamander. Die lackschwarze Grundfarbe
ist vielfach zu Gunsten einer hochgelben Färbung in Bändern stark
zurückgedrängt. Andererseits sind auch seltene völlig schwarze Tiere bekannt und
eine- mittlerweile wohl ausgelöschte lokale Form- hatte anstatt der gelben
Zeichnung eine solche in Rot. Grundsätzlich erscheint S. s. bernardezi
sehr variabel in der Färbung.
Differentialdiagnosis:
Ohne exakte Fundortangaben ist es zumeist nicht möglich, ein
Einzelindividuum einer bestimmten Unterart zuzuordnen. Insbesondere die nah
verwandte S. s. fastuosa ist sehr ähnlich.
Status der Unterarten:
siehe
S. s. salamandra
(mehr Systematik)
Habitat / Ökologie:
Diese Unterart lebt vor allem in den Baulücken der Stadt, aber auch auf
Friedhöfen, in Parkanlagen und wurde berühmt von ihrem Habitat entlang einer
aufgelassenen Eisenbahnstrecke. Die Tiere halten sich in den
unterschiedlichsten Schlupfwinkeln auf, die zumeist deutlich anthropogen geprägt sind.
Der Oviedo Salamander stellt also einen ausgesprochenen Kulturfolger dar.
Allerdings scheint ihm diese Lebensweise nun stark zum Nachteil zu werden, geht
doch eine Vielzahl seiner Lebensräume durch die Modernisierung des urbanen
Lebens in kurzer Zeit verloren. Er lebt völlig unabhängig von offenem Wasser.
Haltung:
Der Oviedo Salamander kann etwas wärmer als sein mitteleuropäischer Verwandter
gehalten werden (bis 24°C) und er benötigt keine Winterruhe. Ansonsten
unterscheidet sich seine Pflege kaum von der von
S.
s. salamandra.
Fortpflanzung:
Der Oviedo Salamander setzt obligat vollkommen metamorphosierte Jungtiere ab. Er
verbringt das Larvenstadium vollständig in der Leibeshöhle der Mutter. Diese
Fähigkeit weisen einige Feuersalamander Unterarten fakultativ auf, bei S. s.
bernadezi wurde es durch das Fehlen offener Gewässer in seinem
Lebensraum zu Regel. Im Terrarium werden die Jungtiere zumeist im
November/Dezember abgesetzt. Es können eine größere Anzahl kleiner Jungtiere (bis
20) oder einige wenige große geboren werden. Nicht selten kommt es vor, dass
sich Jungtiere bei der Geburt noch in einem fortgeschrittenen Larvenstadium mit
Außenkiemen befinden. Diese erweisen sich, auch sofort ins Wasser gebracht, als
hinfällig.
Molchregister:
Die Art wird im Molchregister der AG-Urodela der
DGHT monitorisiert. Ziel dabei ist es unter anderem, diverse Lokalpopulationen in
den Terrarien zu erhalten. Pate der Art ist Michael Schantz
(Deutschland).
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