Salamanderland
![]()
Die Anlage
Die Hälterungsanlagen im Salamanderland bestehen aus einer Vielzahl von Becken unterschiedlicher Größe. Darunter zwei mittels Kompressoren gekühlte Einheiten. Die Räume in denen die Becken aufgestellt sind, weisen unterschiedliche Temperaturregime auf. Der Jungtieraufzucht dient beispielsweise ein Raum, in dem die Temperatur auch im Winter nicht unter 14°C fällt.
Ein wesentlicher Teil der Becken ist mit einem Durchflusssystem ausgestattet. Als Medium wird das vorhandene Leitungswasser mit 8°KH eingesetzt. Die Durchflussrate ist mit maximal 20 Liter/Tag und Becken begrenzt.
Die maximale Sommertemperatur in den Räumen für die Haltung der erwachsenen Tiere liegt bei 23°C. Die Jahresdurchschnittstemperatur bei 16°C. Die Herbst- bzw. Frühjahrstemperaturen betragen etwa 12°C. Für die Überwinterung steht eine eigene Kühlanlage zur Verfügung, die ein Umluftsystem besitzt und mit 4,5°C betrieben wird.
In der Aufzuchtanlage liegt die maximale Sommertemperatur bei 24°C, die Jahresdurchschnittstemperatur bei 20°C. Die Becken dieser Einheiten stellen ein halboffenes Kreislaufsystem dar. Nach dem Prinzip der Aquakultur wird das Wasser über eine Pumpe in die Becken geleitet und von diesen über Rohrleitungen in das Filtersystem. Dieses besteht aus einem großvolumigen Rieselfilter und Flachbettfiltern. Der Rieselfilter ist mit Kunststoffkörpern gefüllt und dient vor allem dem aeroben Abbau von Nitrit. Die Flachbettfilter sind zur mechanischen Vorfilterung mit Keramikkörpern bzw. mit Filterwatte bestückt. Eine Filterstufe mit Zeolith dient der Abpufferung von Ammoniak-Belastungsspitzen. Teilweise werden die Filterstufen im Shuntbetrieb geführt, um deren Durchflussrate den Bedürfnissen anpassen und um Wartungsarbeiten ohne Unterbrechung des Kreislaufs durchführen zu können.
Der grundsätzlichen Problematik eines Kreislaufs
in Hinsicht auf die Keimbelastung wird dadurch begegnet, dass diese Belastung
generell reduziert wird. Zu diesem Zweck ist eine großzügig dimensionierte
UV-Entkeimung eingebaut. Dadurch wird die natürliche Keimflora des Wassers wenig verändert,
aber insgesamt zahlenmäßig begrenzt. Das Immunsystem der Tiere bleibt daher gefordert und
intakt.
Die Kapazität der Filterstufen ist so ausgelegt, dass auch im Vollbetrieb die
Werte für Ammonium/Ammoniak, Nitrit, Nitrat außerhalb der Nachweisgrenzen
üblicher Reagenzien aus der Aquaristik bleiben. Die Nitratreduktion erfolgt im
Ausschwemmverfahren. Etwa 3,5% des Gesamtvolumens der Anlage wird kontinuierlich
während 24 Stunden durch frisches Leitungswasser ersetzt. Somit ergibt sich ein
kompletter Wassertausch im monatlichen Rhythmus. Die Sauerstoffsättigung in den
Becken liegt nahe bei 100%. Die CO2-Belastung ist minimal.
|
|
|
|
![]() |
| zentrale Pumpe | UV-Entkeimung | Rieselfilter | Artemia-Erbrütung |
Die regelbare Durchflussrate pro Becken beträgt maximal 60 Liter/Stunde. Dies bewirkt eine milde Strömung, die zwar Feinpartikel ausschwemmt, Larven hingegen nicht irritiert.
Jedes einzelne Becken kann bei Bedarf aus dem Kreislauf genommen werden. Sollte dies notwendig sein, steht für sämtliche Becken ein Belüftungssystem bereit und gibt es elektrische Anschlüsse, um einzelne Motorfilter betreiben zu können. Zusätzlich stehen weitere, von der Anlage getrennte Becken zur Verfügung, die Quarantänezwecken dienen.
|
|
all content copyright © Salamanderland |
|