Salamanderland 

Carl von Linné´s Systema Naturae
 

der Grundstein zur binominalen Nomenklatur in den biologischen Wissenschaften


CAROLI LINNAEI


Equitis De Stella Polari,
Archiatri Regii, Med. & Botan. Profess. Upsal.;
ACAD. UPSAL. Holmens. Petropol. Berol. Iimper.
Lond. Monspel. Tolos. Florent. Soc.

SYSTEMA
NATURAE
Per
REGNA TRIA NATURAE
Secundum
CLASSES, ORDINES,

GENERA, SPECIES,
Cum
CHARACTERIBUS, DIFERENTIIS,
SYNONYMIS, LOCIS

Tomus I.

Editio Decima, Reformata.

Cum Privilegio S:æ R:æ M:tis Sveriæ.

HOLMIÆ,
Impensis Direct.
LAURENTII SALVII,
1758.

 

 
Sytema Naturae
Systema Naturae - Deckblatt der 10. Auflage Faksimiles der Deckblätter dreier verschiedener Ausgaben von
Systema naturae

Carl Nilsson Linnaeus wurde am 23. Mai 1707 in Råshult, Schweden geboren. Er nannte sich ab 1762 nach seiner Erhebung in den Adelsstand Carl von Linné, auch Carolus Linnaeus oder Carl Linnaeus. Er starb am 10. Januar 1778 in Uppsala.
Linné war zunächst Botaniker und der zu seiner Zeit gewaltig ansteigende Wissensstand über die unterschiedlichen Arten von Pflanzen und Tieren erzwang die Erfindung eines Systems, das in der Lage war, dauerhaft Ordnung in ein bis dahin vollkommen chaotisches Nebeneinander zu bringen.
Wie so oft war nicht der Promotor selbst der Schöpfer der Idee. Diese kam von John Ray, der die binominale oder binäre Taxonomie erfunden hatte.
Der Verdienst Linné`s allerdings war es, dass er die Tragweite dieser Entdeckung erkannte und zum integralen Bestandteil eines "natürlichen Systems" machte, also eines Systems, das die Arten auf Grund ihrer Ähnlichkeiten zueinander ordnete.
Linné lag es dabei völlig fern, 100 Jahre vor Darwin, an eine evoltive Verwandtschaft untereinander zu denken. Er glaubte an die göttliche Schöpfung einer jeden individuellen Art. Kam er doch aus streng religiösem Haus und war für den Priesterstand vorgesehen gewesen.  
1735 erscheint die erste Auflage der "Systema naturae" mit 10 Seiten. Welch ungeheure Entwicklung danach einsetzte, zeigt die 13. Ausgabe von 1770, die noch zu seinen Lebzeiten heraus kommt und bereits 3000 Seiten umfasst.
Weswegen "regna tria naturae"? Nun, Linné beschreibt nicht nur die beiden Reiche der Pflanzen und Tiere, sondern auch ein drittes: Das der Mineralien, die er ebenso nach ihrer "natürlichen Verwandtschaft" anordnet.


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